Genre: Thriller,
FSK: 6 Jahre,
Laufzeit: 120 Min.
Verleih: Universal, Regie: T. Gilroy
Julia Roberts, Clive Owen, Tom Wilkinson
Genre: Western,
FSK: 12 Jahre ,
Laufzeit: 110 Min.
Verleih: WHV,
Regie: E. HarrisEd Harris, Viggo Mortensen, Renée Zellweger, Jeremy Irons
Genre: Komödie ,
FSK: 12 J. ,
Laufzeit: 107 Min.
Verleih: WHV ,
Regie: S. Niemann
Rick Kavanian, Nora Tschirner, Christian Tramitz, Janek Rieke

MORD IST MEIN GESCHÄFT, LIEBLING
Mit seinem Leben ist Profikiller Toni Ricardelli soweit zufrieden, nur die richtige Frau fehlt. Bei einem neuen Auftrag läuft ihm dann die Verlagsangestellte Julia über den Weg. Diese soll sich um den Autoren Enrico Puzzi kümmern, der auch Mafia-Mitglied war. Deshalb wurde Toni gerufen. Der erledigt den Job, sieht Julia, ist sofort über beide Ohren in sie verliebt und deshalb auch grundehrlich zu ihr. Punkten kann er mit seinem Eingeständnis indes wenig. Zum einen schreckt der Job des Killers naturgemäß ab, dazu kommt, dass Julia dem Erben des Verlagsimperiums versprochen ist. Doch Ricardelli gibt nicht auf. Und als er für den beseitigten Autoren in die Bresche springt, bessern sich auch seine Chancen bei der Angebeteten. Ein Film ist keine Comedy-Show und so landet Kavanian zwar nette und gut platzierte Gags, muss aber dazwischen auch reichlich Raum füllen. Das gelingt vor allem durch die Zuarbeit weiterer Comedians und eine kurzweilige Handlung. Eine nette Gangster- und Liebeskomödie.
APPALOOSA
Appaloosa in New Mexico in den 1880er Jahren. Nachdem zwei Sheriffs vom Rancher Randall Bragg und seiner Meute getötet wurden, übernimmt Virgil Cole das Amt des US-Marshals. Sein alter Kumpel Everett Hitch wird der Deputy. Das Duo setzt seine Ankündigung, mit Verbrechern kurzen Prozess zu machen, gleich in die Tat um und erschießt Gefolgsleute von Bragg. Daraufhin findet sich ein früherer Arbeiter von Braggs Ranch und zeigt sich bereit, gegen seinen ehemaligen Chef auszusagen. Für Cole und Hitch ist das die Gelegenheit, den Verdächtigen zu verhaften und vor Gericht zu stellen. Verwirrung bringt die junge Witwe Allison French in die Sache, die sich Virgil an den Hals wirft, aber auch anderen Avancen macht.
Ed Harris inszeniert nach einer Buchvorlage einen modernen Western im Stile von gestern. Alle Zutaten von lockeren Sprüchen bis hin zu bleihaltiger Luft finden sich hier.
DUBLICITY - GEMEINSAME GEHEIMSACHE
Fürs Vaterland die Haut zum Markte tragen war gestern. Inzwischen sind die Geheimagenten Claire und Ray in die private Wirtschaft gewechselt. Da der Mensch jedoch nie zufrieden ist und ihnen das süße Leben gut gefällt, suchen sie nach einem Weg, dies zu finanzieren. In die Hände spielt ihnen dabei, dass ihre neuen Arbeitgeber, zwei große und breit aufgestellte Firmen mit noch größeren Sicherheitsabteilungen, seit Jahren erbitterte Gegner sind. Zwischen den Chefs hat sich gar eine Privatfehde entwickelt, bei der es längst nicht mehr um die Sache, sondern nur noch ums Prinzip geht. Und genau da setzt das Paar an. Claires Boss will mit einem sensationellen Produkt auf den Markt kommen, das Rays Chef natürlich unbedingt haben muss. Und so wird intrigiert, spioniert und geklaut. Was keiner der beiden ahnt, auch ihre hochbezahlten Angestellten mischen mit – und zwar auf eigene Rechnung.
Das allerdings wird dem Zuschauer in homöopathischen Dosen beigebracht, während der Hass der Firmenlenker gleich in der Eröffnung und dazu in Zeitlupe breiten Raum findet. Danach gefällt sich Tony Gilroy vor allem darin, in zeitlich verschieden gestaffelten Rückblenden und Subplots den Komplott zu erklären. Mitunter geht dabei etwas verloren, wann denn nun wer was gesagt oder getan hat. Zum Glück kommt die Inszenierung für einen Thriller angenehm locker und luftig daher, so dass man bereitwillig dem (Verwirr)-Spiel folgt. Und erst der Schluss bringt dann wirklich die Auflösung. Zwar hätte das Geschehen auch straffer auf den Punkt kommen können, aber auch so ist’s ungemein sehenswert.