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Genre: Komödie,

FSK: 6 Jahre,

Laufzeit: 115 Min.

Verleih: Splendid,

Regie: J. M. Stern

Kevin Costner, Madeline Caroll, Paula Patton

Genre: Drama,

FSK: 12 Jahre ,

Laufzeit: 119 Min.

Verleih: Sunfilm,

Regie: M. Segal

Adrian Topol, Swetlana Iwanowa, Uwe Jellinek

Genre: Action,

FSK: 12 Jahre ,

Laufzeit: 95 Min.

Verleih: Sony Pic. H.E., Regie: D. Mamet

Chiwetel Ejiofor, Alice Braga, Randy Couture, Emily Mortimer

REDBELT
Mike Terry lehrt brasilianisches Jiu-Jitsu und lebt nach dem Ehrenkodex der Kämpfer. So ist er ein ehrlicher, rechtschaffender Mann, dem alle Niederungen des Lebens fremd scheinen. Zwar kann er so kaum seine Rechnungen bezahlen, aber das Gewissen ist rein. Ein Umstand, den seine Frau nicht immer toleriert. Als nach schon tragischen Umständen die Schuldenlast unerträglich wird, tut Mike etwas, was er nie tun wollte. Er beteiligt sich an einem Kampf für Geld und dazu noch bei einem Mixed-Martial-Arts-Event. Und wie zum Beweis stürzt darauf hin all das Schlechte des Showbizz auf ihn herein.
David Mamet ist eher ein Mann des Theaters, hat aber auch als Thrillerspezialist einen Namen. Von ihm ein Kampfsportfilm serviert zu bekommen weckt (unbegründete) Hoffnungen, dem Genre neue Seiten abgewinnen zu können. Doch solide und spannend ist’s allemal.
FRANZ + POLINA
Franz ist mit seiner SS-Einheit 1943 in einem weißrussischen Dorf einquartiert. Man genießt das Landleben abseits vom Krieg. Doch dann kommt der Marschbefehl und die Anordnung, die Ansiedlung dem Boden gleich zu machen. Der junge Deutsche, der sich in die Tochter seiner Wirtin verguckt hat, reagiert instinktiv und tötet seinen Unteroffizier, als der Polinas Mutter erschießen will. Die Beiden fliehen in die Wälder und Franz spielt den Taubstummen, um nicht von den Partisanen erschossen zu werden. Als Polina verletzt wird, tötet Franz zum zweiten Mal einen Landsmann, um an die notwendigen Medikamente zu kommen. Dafür pflegt ihn das Mädchen, als er an Typhus erkrankt. Aller Aufopferung zum Trotz hat diese Liebe jedoch keine Chance.
Typisch russisch kommt der Film daher: erdige, warme Farben, Closeups von pathosschangeren Gesichtern und lange Einstellungen ohne überflüssige Dialoge. Mainstream ist etwas anderes.
SWINGING VOTE
Weil Vater mal wieder betrunken vergessen hat, sein Kind abzuholen, macht sich die 12-jährige Molly auf den Weg ins Wahllokal, um sich hier die Zeit zu vertreiben. Dabei beschließt sie, für den ohnehin politisch uninteressierten Daddy eine Stimme abzugeben. Das funktioniert auch unbemerkt. Doch als Molly den Wahlschein in den Automaten schiebt, fällt kurz der Strom aus. Das bleibt der Behörde nicht verborgen, die Bud Johnson nun die Möglichkeit geben will, nochmals eine Entscheidung zu treffen. Brisant wird dies, da es absoluten Gleichstand im Land gibt und Buds Stimme über den nächsten Präsidenten entscheiden wird. Schon tummeln sich die Fernsehstationen rund um den Wohnwagen des Wechselwählers und selbst der Amtsinhaber sowie der Herausforderer wollen Bud kennen lernen. Dessen Tochter dirigiert Papas Meinung dabei so geschickt, dass die beiden Parteien, um es dem Wähler recht zu machen, komplett ihre Programme über den Haufen werfen.
Insofern gerät „Swing Vote“, das eigentlich charmante Komödie sein möchte, zur Politsatire. Freilich bleibt der Film an der Oberfläche und watscht beide Seiten gleichermaßen ab. Und auch Buds Entscheidung bleibt dem Zuschauer verborgen. Der darf sich auf eineinhalb lockere Stunden mit einem gut aufgelegten Kevin Costner freuen, der den sympathischen Tagträumer mit sehenswerter Lässigkeit gibt.
Bild und Ton der DVD sind einer Hollywood-Glanzproduktion würdig und auch das Bonusmaterial kann sich sehen lassen: Interviews, Cast & Crew, Featurette und mehr.